Ab €99 · Entdecken Sie die Hagia Sophia, die Sultan-Ahmed-Moschee, die Yerebatan-Zisterne und den Großen Basar (Kapalıçarşı) mit einem lizenzierten Guide zu…
Wer nach Aktivitäten in Fatih sucht, findet im historischen Herzen von Istanbul mehr Sehenswertes als in den meisten anderen Stadtteilen der Stadt. Fatih ist der Bezirk, in dem Byzanz und das Osmanische Reich am sichtbarsten geblieben sind: Kirchen, die zu Moscheen wurden, Paläste, Märkte, Zisternen und Stadtviertel, in denen der Alltag der Einheimischen noch zwischen den Denkmälern stattfindet. Er eignet sich besonders für Erstbesucher, Geschichtsinteressierte und alle, die ohne viel Umstand zu Fuß unterwegs sein möchten.
Anders als die modernen Viertel am Bosporus lebt Fatih von seiner Dichte. Auf wenigen Kilometern liegen Weltkulturerbe-Stätten, große Basare und ruhige Gassen mit Teehäusern. Wer hier übernachtet, ist morgens schnell an den Sehenswürdigkeiten und abends in den Lokalen, und die Wege zwischen den Zielen sind meist kurz.
Die Hagia Sophia wurde im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian als Kirche erbaut, war danach über Jahrhunderte Kathedrale des byzantinischen Reiches und wurde nach der Eroberung 1453 zur Moschee. Die riesige Kuppel und die erhaltenen Mosaiken sind auch heute beeindruckend. Die Besuchsbedingungen können sich ändern, prüfen Sie deshalb kurz vor Ihrem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Regeln. Planen Sie mindestens eine Stunde ein und kommen Sie möglichst früh, bevor die Reisegruppen eintreffen.
Die Sultanahmet-Moschee, die wegen ihrer blau gefliesten Innenwände als Blaue Moschee bekannt ist, wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts unter Sultan Ahmet I. errichtet. Gegenüber der Hagia Sophia gelegen, bildet sie mit ihr einen der bekanntesten Plätze der Stadt. Während der Gebetszeiten bleibt die Moschee für Besucher geschlossen, daher lohnt sich ein Besuch zwischen den Gebeten. Tragen Sie bedeckende Kleidung, Frauen sollten ein Kopftuch mitbringen, und ziehen Sie vor dem Betreten die Schuhe aus. Rechnen Sie mit etwa einer Stunde.
Der Topkapı-Palast war vom 15. bis ins 19. Jahrhundert die Residenz der osmanischen Sultane. Die Anlage besteht aus mehreren Höfen, Pavillons und Gärten, dazu kommen Sammlungen mit Schatzstücken und das Harem-Gebäude. Gerade der Blick von der Terrasse über das Goldene Horn und den Bosporus gehört zu den stärksten Eindrücken der Stadt. Kommen Sie am Vormittag, und planen Sie für den Palast zwei bis drei Stunden ein, wenn Sie den Harem mitbesuchen möchten. Der Harem wird mit einem separaten Ticket besucht.
Unter dem Sultanahmet-Viertel liegt die Basilika-Zisterne, ein Wasserspeicher aus der byzantinischen Zeit, dessen Säulenwald über Stege begehbar ist. Im schwachen Licht und bei konstant kühler Temperatur bietet sie eine angenehme Pause von der Hitze an der Oberfläche. Am Ende des Rundgangs stehen zwei Medusenhäupter an der Basis von Säulen, die sich gut fotografieren lassen. Ein Besuch dauert meist 30 bis 45 Minuten. Wegen der Stufen und der feuchten Stege sind bequeme, rutschfeste Schuhe sinnvoll.
Der Hippodrom war im Byzantinischen Reich das Zentrum des öffentlichen Lebens, hier fanden Wagenrennen und Feiern statt. Heute ist die Anlage ein langgestreckter Platz mit dem ägyptischen Obelisken, dem Schlangensäulen-Fragment und dem Konstantinssäule-Relikt. Der Platz ist offen zugänglich und gut für einen Spaziergang geeignet. Halten Sie sich nicht zu lange in der prallen Sonne auf, denn es gibt kaum Schatten. Am besten passt der Besuch in den Rundgang zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee.
Der Großer Basar gehört zu den ältesten überdachten Märkten der Welt und besteht aus mehr als 50 überdachten Straßen mit Hunderten von Läden. Angeboten werden Teppiche, Lederwaren, Schmuck, Keramik und Lampen. Man kann hier stundenlang schlendern, aber es lohnt sich, bewusst zu verhandeln und die Preise zu vergleichen. Die Hauptstraßen sind voll, die Nebengassen sind ruhiger. Planen Sie zwei Stunden ein, und halten Sie Bargeld in Lira bereit, da nicht jeder Händler Karten akzeptiert.
Die Süleymaniye-Moschee wurde im 16. Jahrhundert unter Sultan Süleyman dem Prächtigen vom Architekten Mimar Sinan errichtet. Sie gilt als eines der Hauptwerke der osmanischen Architektur, und ihre Lage auf dem höchsten der sieben Hügel der Altstadt ergibt einen sehr schönen Blick auf das Goldene Horn. Auch hier gelten die üblichen Regeln für Moscheebesuche, also angemessene Kleidung und ausgezogene Schuhe. Wer die Moschee besucht, sollte die Gebetszeiten beachten und ruhig durch den Garten mit den Gräbern schlendern. Rechnen Sie mit etwa einer Stunde.
Am Goldenen Horn liegen die Viertel Fener und Balat, bekannt für bunte Holzhäuser, enge Gassen und kleine Cafés. Hier lebten einst griechische, jüdische und bulgarische Gemeinden, heute prägen Künstler, Studierende und Familien das Bild. Die Gegend ist ideal für einen Spaziergang ohne festen Plan. Gehen Sie am späten Nachmittag hin, wenn das Licht auf den Fassaden besonders schön ist, und bleiben Sie für ein Glas Tee in einem der Lokale am Ufer. Festes Schuhwerk ist wegen des Kopfsteinpflasters und der Steigungen empfehlenswert.
Die Chora-Kirche, heute Kariye-Moschee, beherbergt einige der bedeutendsten byzantinischen Mosaiken und Fresken Istanbuls. Die Ausstattung stammt überwiegend aus der Zeit um 1300 und zeigt Szenen aus dem Leben Marias und Christi. Der Bau liegt etwas abseits der großen Touristenrouten, ist aber mit dem Taxi oder zu Fuß gut erreichbar. Planen Sie etwa eine Stunde ein, und prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungszeiten, da sie sich gelegentlich ändern.
Wer die Altstadt nicht allein erkunden möchte, kann sich einem geführten Rundgang anschließen. Die Tour Istanbul Historische Halbinsel – Rundgang dauert etwa drei Stunden und verbindet die wichtigsten Stationen der Fatih-Altstadt mit Hintergründen zur Geschichte. Gerade bei der ersten Istanbul-Reise hilft die Erklärung vor Ort, die Gebäude einzuordnen. Tragen Sie bequeme Schuhe, Wasser und einen Hut, da viele Strecken im Freien verlaufen.
Die angenehmste Zeit für Aktivitäten in Fatih sind das Frühjahr, etwa von April bis Mai, und der Herbst, etwa von September bis November. Die Temperaturen sind mild, die Tage gut zum Gehen geeignet, und die Menschenmassen sind kleiner als im Hochsommer. Im Juli und August ist es heiß und feucht, zudem sind die Plätze stark besucht. Im Winter ist es kühl und zeitweise regnerisch, dafür sind die Museen und Moscheen weniger überlaufen. Berücksichtigen Sie außerdem den Ramadan: In dieser Zeit können Öffnungszeiten von Restaurants und Sehenswürdigkeiten abweichen, und das Stadtleben richtet sich nach dem Fastenbrechen am Abend.
Istanbul hat zwei internationale Flughäfen. Der Flughafen Istanbul (IST) liegt auf der europäischen Seite der Stadt und ist der Hauptflughafen für die meisten Reisenden nach Fatih. Der Flughafen Sabiha Gökçen (SAW) liegt auf der asiatischen Seite, sodass Sie für die Fahrt nach Fatih den Bosporus überqueren müssen. Planen Sie dafür deutlich mehr Zeit ein, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten.
Innerhalb von Fatih sind die meisten Ziele zu Fuß oder mit der Straßenbahn T1 erreichbar, die durch Sultanahmet, Gülhane und Beyazıt fährt. Taxis sind verbreitet, verlangen Sie den Taxameter oder klären Sie den Preis vorab. Wenn Sie einen komfortablen Transfer vom Flughafen möchten, können Sie einen privaten Flughafentransfer buchen: Privater Flughafentransfer.